Anlage

Auf unserer großen Fahranlage wollen wir unsere brandenburgische Heimat nachempfinden. Dazu haben
wir uns an Vorbildern in unserer Nähe „angelehnt“, auch Motive ohne konkretes Vorbild gestaltet. Aber ohne
Anspruch auf strenge Nachbildung bis in den letzten Zentimeter.

Um schnell Ergebnisse zeigen zu können, kam es auch zu Zwischenlösungen. Außerdem musste auf den
verfügbaren Platz und die Kosten geachtet werden. Dabei waren dann einige Kompromisse unumgänglich.
Wir haben uns dann zwischen vorbildgerechten Nachbau oder großzügigem Fahrbetrieb, für den Fahrbetrieb
entschieden. Frei nach dem Motto: „Freude am (Zug-) Fahren“.

Außerdem haben wir versucht, einiges aus der Eisenbahnsicherungstechnik einfließen zu lassen. Durch den
bewussten Verzicht auf eine Digitalisierung und stattdessen den Einbau einer Fahrstraßensteuerung, mit
Blocktechnik ist im Modellstellwerk stets Arbeit angesagt. Ein Novum beim Vorbild ist der selbsttätige automatische
Streckenblock (AB 70) der Berliner S-Bahn, wir haben ihn nach gebaut – erkennen Sie den Unterschied zu den anderen
Signalen? Schauen Sie einmal genau hin!

In den Jahren ab 2014 haben wir begonnen die Steuerung der Fernbahnen zu überarbeiten, d. h. die Fernzügen vom Bhf. Königs Wusterhausen nach Erkner über Wilhelmshagen und Köpenick werden digital mittels einer speziellen Software gesteuert. Die Fahrweise erfolgt weiterhin „Analog“.

Mit der Übarbeitung der S-Bahn-Steuerung wurde entschieden, dass dieser Teil komplett „Digitalisiert“ wird, d. h. der Fahrbetrieb und die Fahrweise.

In Anbetracht des Ausbaues Köpenick wird eine Steuerung des Straßenbahnablaufes perspektivisch in Erwägung gezogen und voraussichtlich 2015 / 2016 in Betrieb gehen. Damit wird dem Besucher ein in dieser Region der Modelleisenbahnanlagen ein spezielles Highlight geboten.

Überhaupt soll die Beschäftigung mit Betriebsabläufen bei der Eisenbahn im Vordergrund stehen, nicht die
Technisierung der Spiel-Modellbahn, trotz der notwendigen dargelegten Maßnahmen. Wir möchten auf unserer Anlage dem Betrachter realistische Zuggarnituren der verschiedenen Zeitepochen (dabei konzentrieren wir uns auf die Epochen III bis V) mit fast vorbildgerechter Länge zeigen.

Die riesige Schienenlandschaft wird von den Vereinsmitgliedern Jahr für Jahr akribisch erweitert und liebevoll
mit Details bestückt. Auf der gesamten Fläche sind für die große Modelleisenbahn-Anlage bisher
mehr als 750 Meter Gleise und über 140 Weichen verlegt worden. Es gibt eine zweigleisige Fernbahn, eine
S-Bahn- und eine Nebenbahnstrecke nebst Straßen, Brücken, Bahnhöfen, Stellwerken, Städten und Dörfern.

Der Besucher weiß in der großen ehemaligen DDR-Kaufhalle nicht, wo er zuerst hinschauen soll.
Da sieht er eine kleine Bahnstation, an einer anderen Stelle einen großen Hauptbahnhof, dort eine
Brücke, in einer Einfamilienhaussiedlung und viele einzelne Details. Der Bahnhof Storkow ist zu erkennen
und der von Erkner mit dem S-Bahn-Betriebswerk, dem Vorplatz und der Zufahrt zum ehemaligen Teerwerk,
ebenso der Bahnhof Wilhelmshagen. „Diese Bahnhöfe entsprechen auch in der Gleisanlage dem historischen
Bild von etwa 1970 bis 1990.

Ein Zug benötigt ca. 9,5 Minuten, um wieder an seinen Ausgangspunkt zurück zugelangen.
Bei eingeschalteter Kehrschleifenautomatik benötigt er sogar ca. 25 Minuten.
Die maximale Zuglänge beträgt ca. 2,20 Meter.
Vier S-Bahnzüge können gleichzeitig und mit Vollzuglänge (8 Wagen) fahren.
Hunderte von Gebäude-, Fahrzeug-, Menschen- und Tiermodelle bevölkern unsere Anlage.
Beleuchtet wird sie von über 350 Mini-Lämpchen.

Traditionell sind in Bezug der Geschichte der Eisenbahn auch Originalausrüstungen von Uniformen und Ausrüstungen zu betrachten. Die Entstehungsgeschichte der Bahnlinie Königs Wusterhausen – Beskow ist per Dokumentation nachlesbar gestaltet.

Neben der Weiterentwicklung der Modellbahnanlage wurden auch am Vereinsobjekt Modernisierungsmaßnahmen in Eigenregie durchgeführt.